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Werders Jugend mit guten DM Ergebnissen

30.07.2018: (OK) - Bei den nationalen Jugend Titelkämpfen in Rostock zeigten vor allem Werders Einzelstarter was in ihnen steckt. Heraus kamen viele tolle Ergebnisse und Platzierungen in den Top-8 Deutschlands.

Für eines der Highlights sorgte Fabian Linne über 200 Meter. Der Sprinter aus der Trainingsgruppe von Andriy Wornart hatte sich ganz besonders auf diese Disziplin konzentriert, da er dort die besten Chancen auf eine gute Platzierung und eine hervorragende Zeit sah. Und genau so sollte es kommen. In einem tollen Finale sprintete Fabian Linne auf der nicht optimalen Bahn 1 zu einer neuen Landesrekordzeit von 21,35 sec. Belohnt wurde dieses Resultat mit dem fünften DM Rang sowie der Normerfüllung für den Deutschen Bundeskader. In Bremen kann also gehofft werden, dass der junge Sprinter bei der nächsten Kadernominierung mit im deutschen Team vertreten sein wird.

Noch etwas von einer Kadernominierung entfernt, aber dennoch in Deutschland vorne mit dabei, war Tim-Ole Silze, der in Rostock sein DM-Debüt für den SV Werder feierte. Im Weitsprung der männlichen Jugend zeigte der von Roman Fricke trainierte Sportler, dass man mit ihm in Zukunft rechnen kann und legte bei schwierigen Windbedingungen einen sehr guten Wettkampf hin. Sein bester gültiger Versuch wurde mit 6,70m gemessen, womit er, genau wie Fabian Linne über 200 Meter, auf Rang 5 landete. „Das ist ein klasse Ergebnis, denn Tim-Ole war als 13. Gemeldet und hat sich super nach vorne gearbeitet“, so der sichtlich zufriedene Coach Roman Fricke.

Zufrieden konnte er auch mit einer weiteren Athletin aus seiner Trainingsgruppe, nämlich Wiebke Oelgardt, sein. Die Mehrkämpferin hatte sich im Speerwurf qualifiziert und ging top motiviert an den Start. Im besten Durchgang landete das Wurfgerät bei exakt 46,00 Metern, womit in der Endabrechnung Rang 6 herauskam. „Wir sind voll zufrieden, auch wenn Wiebke sogar noch weiter werfen kann. Aber da gehören gerade bei Speerwurf immer viele Faktoren zusammen und für heute war alles top so wie es war“, so Fricke nach dem Wettkampf.

Nicht ganz optimal lief es für Nele Wöltjen im Hochsprung. Erst vor kurzem sprang sie noch persönliche Bestleistung deutlich über 1,70m, in Rostock fand die Werderanerin aber nur schwer in den Wettkampf und kämpfte sich mit mehreren Fehlversuchen von Höhe zu Höhe. Leider war dann bei übersprungenen 1,65m schon Endstation, was allerdings trotzdem zu einem 12. Platz in Deutschland reichte. „Wir werden die Konstanz und Routine in den Sprüngen, so wie sie zum Beispiel Mareike Max hat, auch bei Nele hinbekommen in Zukunft, da bin ich total zuversichtlich. Wichtig war in dieser Saison, dass wir schon gesehen haben welch großes Potential in Nele steckt und das nehmen wir mit“, bilanzierte Wöltjens Trainer Roman Fricke nach dem DM-Auftritt.

Etwas tragisch verlief das 4x100m Staffelrennen für die weibliche Jugend in Grün-Weiß. Als fünftbestes Team zogen Theresa Stein, Mira Damaschke, Yelena Pelz und Wiebke Oelgardt in 48,97 sec ins Finale der besten acht Mannschaften Deutschlands ein, wussten aber selbst, dass zwei Wechsel noch ausbaufähig waren. „Also haben wir gemeinsam beschlossen, dass im Finale etwas riskanter losgelaufen werden soll“, so Sprintcoach Andrei Fabrizius. Bis zum zweiten Wechsel war das Werderteam auch super unterwegs und lag mit den anderen Mannschaften auf Augenhöhe, dann allerdings passierte das Missgeschick. Beim zweiten Wechsel wurde die Hand der dritten Läuferin nicht sofort getroffen und beim zweiten Versuch waren die Mädchen schon aus der Wechselzone raus. Folgerichtig wurden sie disqualifiziert. „Es hat einfach nicht sollen sein heute, aber die Mädels haben wirklich alles gegeben, das sollte sie aufbauen und für weitere DM-Einsätze motivieren. Sie können definitiv stolz auf sich sein“, so Fabrizius weiter.

Erst gar nicht an den Start gehen konnte Stabhochspringerin Kim-Michelle Schwenke, die sich bereits beim aufwärmen eine Muskelverhärtung im Oberschenkel zuzog. Wohl oder übel musste sie deshalb auf einen Wettkampfeinsatz verzichten, auch wenn das „bei einer DM besonders schwer fällt“, wie sie selbst zugab.