Camilla Zaage

Wings for Life World Run 2021

22.05.2021: () - Am vergangenen Sonntag fand zum achten Mal der Wings for Life World Run, zeitgleich auf der ganzen Welt statt. Ein Team des SV Werder hatte sich ebenfalls zusammengefunden um für den guten Zweck jede Menge Kilometer zu sammeln.

Das Motto des in diesem Jahr virtuell ausgetragene Laufes war und ist jedes Jahr ganz einfach, es wir gelaufen „für die, die es nicht können“. 100 % vom Startgeld gehen nämlich in die Rückenmarkforschung mit dem Ziel, Querschnittsgelähmten zu helfen. Über die bisherigen acht Veranstaltungen konnten so bereits über 33 Millionen Euro in 195 Ländern der Welt gesammelt werden.

Pünktlich um 13 Uhr fiel in Deutschland der virtuelle Startschuss für das Rennen, welches jeder Läufer in seinem ganz persönlichen Tempo absolvieren konnte. Das Besondere an diesem Rennen ist, dass mit einer extra für diese Veranstaltung entwickelten App der Unterhaltungsfaktor besonders hoch ist. Ein virtuelles „Catchercar“ startet eine halbe Stunde nach dem Startschuss und fährt zunächst sehr langsam, wird im Laufe der Zeit aber immer schneller. Man weiß also zu Beginn des Rennens gar nicht so genau, wie weit man laufen wird bis einen das Catchercar einholt. Wenn man wollte konnte man zudem über Kopfhörer den Countdown und etwas Motivation vom bekannten Sportreporter Frank Buschmann bekommen, der das Rennen kommentierte. Bei den grün-weißen Läufern kam das außerordentlich gut an und hat, trotz virtuellem Rennen, für Gänsehaut und Spannung gesorgt.

Für den SV Werder gingen insgesamt 22 Läuferinnen und Läufer aus den Laufteams sowie der Fun-Gruppe bei knackig warmen Sommerbedingungen an den Start, viele von ihnen liefen am Werdersee oder in den schönen Parkanlagen der Stadt ihre Kilometer. Einige Läufer hatten sich entsprechend der Corona Regeln verabredet und sind ihre Strecken zu zweit gelaufen. So haben beispielsweise Chris Mikeska und Sema Brauer sowie Kerstin Schulze und Chris Stöwer zusammen jeweils viel Spaß bei ihrem Sommerlauf gehabt. Tanja Spiekermann und Sascha Böttcher nutzten ebenfalls die Gelegenheit zusammen auf Kilometerjagd zu gehen.

„Besonders schön war es für mich unterwegs Läufer aus anderen Teams zu treffen, die ebenfalls virtuell unterwegs waren“, so Laufteam-Coach Birte Bernhardt. „Die Freude über eine Laufveranstaltung in den Gesichtern zu sehen ist einfach toll und es kommt bereits dadurch wieder Vorfreude auf „echte“ Laufevents vor Ort auf“, so Bernhardt weiter.

Für die herausragenden Ergebnisse aus Werder-Sicht sorgten am Sonntag Camilla Zaage, Tanja Spiekermann und Sascha Böttcher. Camilla Zaage, die sonst eher auf den Strecken bis zum Halbmarathon unterwegs ist, war einfach nicht vom Catchercar einzufangen, so dass sie insgesamt 30,02 km absolvierte. Für die Top-Läuferin in Grün-Weiß eine ganz besondere Herausforderung, die sie aber mit Bravour gemeistert hat. Tanja Spiekermann blieb mit ihren 26,02 km nur knapp unter der 30 km Marke, lief dabei aber ebenfalls deutlich mehr Kilometer als bei einem Halbmarathon. Ihr Laufbegleiter Sascha Böttcher erzielte mit 25,51 km ebenfalls ein sehr gutes Laufergebnis.

„Die Leistungen waren aber nicht nur von den drei Sportlern toll, sondern jeder Athlet aus unserer Mannschaft hat im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten alles gegeben und damit einen wahnsinnig schönen Beitrag für den guten Zweck geleistet. Dafür möchte ich mich bei Jedem herzlich bedanken“, fasste es Birte Bernhardt zutreffen zusammen.  

Die Werder Mannschaft erreichte insgesamt 319,32 km, sammelte 552 € ein und belegte einen hervorragenden 451. Rang unter den weltweit 5.754 gestarteten Teams. Man kann davon ausgehen, dass es 2022 für die Werderaner:innen zu einer Neuauflage dieses Teamevents kommen wird.