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Fabian Linne

Doppel-Gold für Fabian Linne

16.07.2018: (OK) - Werders U20 Sprinter gewinnt bei den Norddeutschen Meisterschaften mit beeindruckenden Leistungen beide Kurzsprintstrecken und darf sich damit auch bei den Deutschen Jugendmeisterschaften etwas ausrechnen. Weitere Medaillen gab es für die 4x100m Staffeln und Nele Wöltjen im Hochsprung zu feiern.

Die Saison läuft derzeit nahezu optimal für Fabian Linne, der Sprinter aus der Trainingsgruppe von Andriy Wornart befindet sich in toller Form und bestätigte dies auch bei den Norddeutschen Titelkämpfen in Berlin. Bereits im 100m Vorlauf, der am ersten Wettkampftag stattfand, lief er in 10,77 sec die beste Zeit aller U20 Athleten und wurde seiner Favoritenrolle auch im Finale gerecht. Trotz eines nicht so optimalen Starts spielte er seine Stärke besonders in der zweiten Rennhälfte aus und gewann in 10,91 sec den ersten Titel für Grün-Weiß. Tags darauf ging Linne über die doppelte Distanz von 200 Metern an den Start. „Auf dieser Strecke kommen Fabians Qualitäten in der zweiten Rennhälfte noch besser zur Geltung als über 100 Meter“, so sein Coach Andriy Wornart vor dem Rennen. Er sollte absolut Recht behalten. Im Vorlauf sprintete Linne zu einer neuen persönlichen Bestzeit von 21,60 sec und ließ die norddeutsche Konkurrenz weit hinter sich. Das änderte sich auch im Finale nicht. Trotz starkem Gegenwind dominierte er das Rennen von Beginn an und gewann souverän in 21,90 sec. Damit gehört der Sprinter von der Weser ganz besonders über 200 Meter zu den Top-8 Kandidaten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften, die Ende Juli in Rostock ausgetragen werden.

Neben den Einzelstarts ging Linne gemeinsam mit seinen Mannschaftkollegen Joshua Olabisi, Tino Dolata und Leo Haupt auch mit der 4x100m Staffel an den Start. Das Quartett lief ein sehr gutes Rennen und erreichte das Ziel als zweitbeste Mannschaft des Nordens in 43,97 sec. Getrübt wurde die Freude über die Silbermedaille nur etwas dadurch, dass die DM-Quali-Norm lediglich um knappe 17 hundertstel Sekunden verpasst wurde. „Deshalb wurde für interessierte Staffelteams extra noch ein weiterer Einlagelauf ins Programm genommen. Dort liefen die Jungs mit 43,89 sec etwas schneller, ganz gereicht hat es für die Norm von 43,80 sec aber nicht“, so Sprinttrainer Andrei Fabrizius, der es den Jungs „so gegönnt hätte bei den Deutschen Meisterschaften dabei zu sein“. Stolz über die Silbermedaille bei den Norddeutschen Meisterschaften war das Quartett aber trotzdem und damit waren sie nicht alleine, denn auch das weibliche U16 Team holte sich Silber.

Beata Bujdo, Josephine Otoko, Philine Rasch und Joanna Otoko zeigten über 4x100 Meter tolle Einzelsprintleistungen, souveräne Staffelwechsel und belohnten sich mit der sehr guten Zeit von 50,87 sec und Rang 2. Die Freude bei der Siegerehrung war zu Recht groß, denn „diesen Erfolg haben sich die Mädels, die immer mit großem Einsatz trainieren, absolut verdient“, so U16 Coach Frank Krüger. Und auch in den Einzeldisziplinen gelangen Joanna Otoko über 80m Hürden mit Rang 5 in 12,46 sec und Beata Bujdo in 43,45 sec über 300 Meter erfreuliche Ergebnisse.

Für die fünfte Werder Medaille des Wochenendes sorgte Nele Wöltjen im Hochsprung. Mit übersprungenen 1,68m gelang der U20-Athletin die Bronzemedaille und es wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn sie ihre Leistungen der letzten Wochen mit Sprüngen über 1,70m bestätigt hätte, denn „der Titel ging ebenfalls mit 1,68m weg, die Anzahl der Fehlversuche hat entschieden“, so Hochsprungtrainer Roman Fricke, der aber dennoch zufrieden war, denn „bei 1,62m war Nele fast schon raus und hat sich im dritten Versuch rüber gerettet. Dementsprechend gibt es heute mehr zu feiern als an eine verpasste Goldmedaille zu denken“.

Neben den Medaillen-Rängen erreichten in Berlin noch weitere Werder Athleten Top-8 Platzierungen, unter anderem im Stabhochsprung der U20 (Elizabete Vetra mit 3,40m auf Rang 5 und Kim-Michelle Schwenke mit 3,40m auf Rang 7), der 4x100m Staffel der U20 (Merle Kahl, Mira Damaschke, Yelena Pelz und Roberta Haasner auf Rang 7) oder über 400m der U20 (Leo Haupt in 60,52 sec auf Rang 4). Zudem wurden viele neue persönliche Bestleistungen erzielt, im Sprint zum Beispiel von Yelena Pelz (100m in 12,68 sec), Merle Kahl (100m in 13,20m) und Tino Dolata (100m in 11,61 sec und 200m in 23,53 sec).