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Mareike Max wird Siebte bei U20 EM

24.07.2017: () - Beim Saisonhighlight 2017, der U20-Europameisterschaft im italienischen Grosseto, übersprang Werders Top-Hochspringerin im Finale gute 1,79 Meter und wurde damit hervorragende Siebte. Für ihren Mannschaftskollegen Philip Kass verlief die EM hingegen sehr unglücklich.  
Los ging es für die beiden Nationalkaderathleten von der Weser bereits am Freitag mit ihren jeweiligen Qualifikationswettkämpfen für die Finals am Sonntag. Mareike Max machte es in Gruppe B des 28 Teilnehmerinnen starken Teilnehmerfeldes im Stadio Olimpico Carlo Zecchini wie gewohnt. Nur bei der Zwischenhöhe von 1,77 Metern leistete sie sich einen Fehlversuch, mit den im ersten Durchgang gemeisterten 1,80 Metern war sie dann bereits unter den besten zwölf Finalteilnehmerinnen. "Der gerissene Versuch bei 1,77 Metern war ein Warnschuss", berichtete DLV-Disziplin-Bundestrainer Jan-Gerrit Keil, der die Athletin in Italien betreute. "Mareike war zu dicht an der Anlage, weil der alte Belag in der Kurve hart und schnell ist. Wir haben den Anlauf korrigiert, und dann passte es wieder.  

Weniger erfolgreich erging es gut zwei Stunden später Philip Kass im Stabhochsprung. Zunächst zeigte der 18-Jährige gute Versuche über 4,70 Meter, 4,90 Meter und 5,00 Meter, die er im zweiten Versuch überwand. "Alle Springer hatten mit dem starken Seitenwind zu kämpfen, und Philip hat bei 5,10 Metern dann seine Linie verloren", berichtete Trainer und Vater Leszek Kass im Anschluss. Im ersten Versuch fehlte ihm die Tiefe beim Sprung, im zweiten lief er durch. In den dritten Versuch legte er nochmal alles rein, doch es passte nicht. "Philip ist nicht schlecht gesprungen, aber plötzlich war irgendwie der Wurm drin", so Leszek Kass. Umso ärgerlicher wurde es, als das offizielle Resultat bekannt gemacht wurde: Die Veranstalter nahmen 15 Athleten mit ins Finale. Philip Kass wurde 16.  

Am Sonntag ging somit Mareike Max als einzige Werderanerin in ihren Finalwettkampf. In dem äußerst eng beieinander liegendem Feld der europäischen Top-Springerinnen zeigte sie bis zu einer Höhe von 1,79 Meter einen sehr guten Wettkampf und schaffte den von ihr im Vorfeld anvisierten Sprung in die Top-8. Bei 1,82m passte es dann aber leider nicht so zusammen wie sie es sich erhofft hatte: „Ich hatte ein wenig mit dem Anlauf zu kämpfen, beim ersten Versuch war ich zu langsam und dementsprechend weit weg von der Latte, beim zweiten Durchgang wollte ich dann zu viel, war also deutlich zu schnell und nah dran an der Latte. Tja und über den dritten Versuch spreche ich lieber gar nicht, denn da passte irgendwie gar nichts und auch die nötige Spannung fehlte“, so Mareike Max nach dem Wettkampf.  

Dennoch war sie alles andere als unzufrieden mit den Europameisterschaften: „Ich wollte einen Platz in den Top-8 und das ist mir gelungen. Klar wäre ich gerne höher als 1,80 Meter gesprungen, evtl. sogar nah dran an meine persönliche Bestleistung, aber das sollte einfach nicht sein und damit kann ich auch gut leben, denn das gehört zum Sport dazu. Ich blicke zufrieden auf eine tolle U20-EM zurück, bei der ich jeden Moment im Kreise des Nationalteams genießen konnte“, so Max weiter.  

Olaf Kelterborn / Marc Gogol  
Foto: Jörg Großmann