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Mareike Max

DM-Bronze für Mareike Max

10.07.2017: () - Bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt sicherte sich Werders Juniorenhochspringerin überraschend die Bronzemedaille im Feld der besten Springerinnen Deutschlands. Auch die Sprinterinnen und Sprinter überzeugten auf ganzer Linie. 

Der Hochsprungwettbewerb der Frauen hatte es bei den nationalen Titelkämpfen im Erfurter Steigerwaldstadion in sich. Selten zuvor gab es ein Feld an Springerinnen, die von der Leistungsdichte derart nah beieinander lagen wie dieses Mal. Abgesehen von den zwei klaren Favoritinnen Marie-Laurence Jungfleisch (1,94m) und Jossie Marie-J. Graumann (1,90m), die den Titel  unter sich ausmachten, gab es im Vorfeld keinen klaren Kandidaten für die Bronzemedaille. Und genau das sollte sich im Wettbewerb auch bewahrheiten. Gleich fünf Springerinnen überquerten die Höhe von 1,80m, die nächste Höhe von 1,84m schaffte hingegen an diesem Tag keine der Athletinnen mehr. Und so kam es auf die Anzahl der Fehlversuche an. Mareike Max, die bekannt dafür ist, dass sie enorme Nervenstärke hat, bewies genau das auch beim Saisonhöhepunkt der Erwachsenen. Alle Sprunghöhen meisterte die Werderanerin im ersten Versuch, so dass sie sich, gemeinsam mit Laura Gröll, über die Bronzemedaille freuen konnte. „Ich wusste, dass es ein enges Rennen wird, jedoch hab ich niemals damit gerechnet, dass ich bei meinem Debüt im Erwachsenenbereich sofort auf dem Podium lande. Das ist ein wahnsinnig tolles Gefühl und ich freue mich riesig“, so Mareike Max nach dem Wettkampf.  

Auf der Laufbahn zeigten derweil die Sprinterinnen und Sprinter was in ihnen steckt. Bremens schnellster Mann, Fabian Netzlaff, war pünktlich zu den Meisterschaften in guter Form und bewies das mit einer sehr guten Zeit von 10,89 sec über 100 Meter. Zwar reichte dieses Ergebnis nicht für die Zwischenläufe, aber der Sprinter war dennoch „zufrieden mit dem Rennen“. Seine Mannschaftskollegin Svea Kittner trumpfte derweil ganz groß auf. Über 100 Meter sprintete sie zu einer neuen Saisonbestleistung von 11,83 sec und über 200 Meter sogar zu einem neuen Bremer Landesrekord von 23,89 sec. Als Siebtschnellste Sprinterin aller 200 Meter Vorläufe qualifizierte sie sich für das Finale der besten acht Athletinnen Deutschlands. Dort bestätigte sie ihren Vorlaufrang und erreichte in exakt 24,00 sec Platz 7 in Deutschland. „Svea hat aufgrund einer Muskelverletzung in den letzten Wochen etwas kürzer treten müssen“, so ihr Trainer Andrei Fabrizius, „aber zum Glück ist sie rechtzeitig fit geworden, denn heute hat man absolut gesehen wozu sie in der Lage ist, wenn alles zusammenpasst. Ich freue mich riesig für sie, dass sie sich selbst belohnen konnte“.  

Die beiden Top-Sprinter traten neben den Einzeldisziplinen auch in der 4x100m Staffel an. Das Männerteam, welches in der Besetzung Timo Lange, Fabian Netzlaff, Gino Beckmeier und Fabian Linne antrat, lief in Erfurt so schnell wie niemals zuvor, d.h. sie verbesserte ihren eigenen Bremer Landesrekord mit einer Zeit von 40,60 sec erneut. In der Gesamtabrechnung reichte sie zu einem hervorragenden neunten Rang in Deutschland. Das Frauenquartett, bestehend aus Sarah Narloch, Katarina Rocke, Rahel Rüdel und Svea Kittner, sprintete in 46,26 sec zu einer neuen Saisonbestzeit, und das trotz „eines Wechsels, der fast im Stehen durchgeführt wurde“, wie sie selbst hinterher berichteten. Als zehnplatziertes Team freuten sie sich im Ziel, dass auch sie zu den Top-10 Teams Deutschlands gehörten.  

Die 4x400m U20 Staffel, die eigentlich sogar noch ein U18 Team war, hatte sich im Vorfeld keine besonderen Ziele gesetzt, sondern wollte in erster Linie die tolle Stimmung aufsaugen und dann abwarten zu welcher Leistung sie im Stande waren. Anika Fichtner, Roberta Haasner, Jule Rüter und Theresa Stein zeigten in 4:11,87 ein sehr gutes Rennen, reihten sich auf Rang 16 ein, und konnten sehr zufrieden die Heimreise nach Bremen antreten.   Gar nicht zufrieden war Stabhochspringer Philip Kass, der sich erstmals für die „großen“ Deutschen Meisterschaften qualifizieren konnte. Nach verheißungsvollem Einspringen, wo er mehrfach deutlich über 5 Meter sprang, gelang im Wettkampf leider gar nichts so wie erhofft, so dass bereits bei der Einstiegshöhe von 5,10m Endstation war. „So hatte ich es mit natürlich gar nicht vorgestellt. Bei Deutschen Meisterschaften ohne eine Höhe dazustehen ist etwas frustrierend, aber so ist es im Sport. Ich blicke zuversichtlich nach vorne“, so Kass nach dem Wettkampf.  

Auf der Tribüne wurden die Werderaner übrigens von einigen U14 Athleten angefeuert, die gemeinsam mit den Trainern Anna Pape und Janis Mörk am Jugendcamp des DLV teilnahmen. Ausgestattet mit grün-weißen Puscheln und grünen T-Shirts machten die Nachwuchsathleten ordentlich Stimmung und  trugen ihren Teil dazu bei, dass es ein rundum gelungenes Wettkampfwochenende wurde.  

Olaf Kelterborn